INTERVIEW MIT CHRIS RÄBER

Chris Räber oder „Swiss Chris“ wie ihn seine Kollegen nennen, kam für unser Interview extra nach Zürich. Wir haben mit ihm über seinen Werdegang als Profisportler und seine Pläne für die Zukunft gesprochen.

Erzähl uns doch zu Beginn, wie du zum Sport gekommen bist Chris.
Ich war ein total angefressener Skater als ich jünger war. Zwar extrem schlecht aber begeistert davon. Ein Freund von mir, der Dirtjump gefahren ist, hat mich dann einmal zu einem Skate- und Dirtpark mitgenommen. Da hab ich mir sein Bike geschnappt und bin über die Sprünge. Er meinte nur: „Mein Freund du solltest besser Biken als Skaten, dass kannst du viel besser!“. Also hab ich mir ein Fahrrad gekauft und war sofort begeistert. Da war ich ungefähr 18 Jahre alt.

Was bedeutet Mountainbike für dich?
Uff, was soll ich sagen? Es geht auf jeden Fall nicht mehr ohne. Es ist zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden. Ich habe so viele Stunden auf dem Bike verbracht und so viele Reisen unternommen, dass ein Leben ohne den Sport unvorstellbar geworden ist. Etwas auszuprobieren wovor man wirklich Angst hat, wobei man sich überwinden muss, dass war für mich schon immer ein Kick. Meine mentalen Blockaden zu überwinden ist einfach das Grösste und war ebenfalls ein grosser Teil meines Lebens die letzten acht Jahre.

Dein Lieblingsevent?
Sicherlich das Rocket Air. Die Vibes dort sind einzigartig. Eine solche Atmosphäre habe ich noch an keinem anderen Event erlebt. Zum Fahren ist es der Hammer, der Kurs ist genial und die Leute sind super. Die Flying Metal Crew ist für mich inzwischen wie eine kleine Familie. An den Bike Days fahre ich auch sehr gerne. Es ist ebenfalls lokal und dort besuchen mich all meine Freunde, auch diejenigen die sonst nichts mit Biken am Hut haben und meine Familie ist vor Ort.

Vor rund acht Monaten hast du dich verletzt. Was ist genau passiert und wie geht es dir heute?
Das war am Colorado Freeride Festival im Juli 2017. Nach zwei Tagen Training habe ich mich auf dem Kurs wohl und sicher gefühlt. Aber am Tag des Contest hatte ich ein schlechtes Gefühl. Ich wollte eigentlich gar nicht fahren, nachdem ich beim Training Tricks, die normalerweise kein Problem für mich sind, mit dummen Fehlern versaut habe. Ich habe noch mit Nicholi Rogatkin darüber gesprochen, weil er ein sehr guter Freund von mir ist und mich gut kennt. Er meinte dann, komm schon, dass ist doch wieder eine mentale Blockade von dir. Du bist extra in die Staaten gekommen, zieh’s einfach durch. Dadurch konnte ich mich wieder motivieren und bin doch zum Start gegangen. Das ist schliesslich ein legendärer Contest und ich habe die Fahrer die daran teilnehmen immer bewundert. Gestartet bin ich sehr gut, aber nach dem dreier Drop ist mein Vorderrad in der Landung leicht weggerutscht, dadurch liess ich den Flip Tuck auf dem Sprung danach weg. Auf dem letzten Sprung war ein Flipwhip geplant, da ich aber zuvor keinen Trick machen konnte, habe ich mich in der Luft umentschieden. Ich dachte, ich muss jetzt was unglaublich Technisches bringen. Also habe ich mich spontan für einen Flip Barspin to Tuck No-Hand entschieden. Ein Trick der mir normalerweise mühelos gelingt. Noch nicht mal am höchsten Punkt des Sprungs angelangt, war ich schon an der Landung vorbei. Da wusste ich, es wird wehtun. Ich habe versucht den Sturz abzufangen, aber als ich sah wie meinen Arm runterhing war klar, dass meine Reise nach Whistler gestrichen ist. Also bin ich mit Brüchen der Elle, Speiche und Handwurzelknochen (7-8 Frakturen) nach Hause.

Die Verletzung heilt sehr schlecht. Ich habe etwa 3 Platten und 20 Schrauben im Handgelenk. Ich mache sehr viel Physio- und Ergotherapie und denke, meinem Handgelenk geht es so gut wie es mit dem ganzen Metall eben sein kann. Der nächste Schritt ist die Entfernung der Platten und Schrauben. Sobald diese Operation verheilt ist, stürze ich mich wieder voll ins Training.

Wir wünschen dir auf jeden Fall gute Besserung. Werden wir dich in diesem Jahr noch an einem Contest sehen?
Danke! Eventuell ab Ende Jahr, vermutlich aber erst ab nächstem Jahr wieder. Das kann ich erst nach der Operation genauer sagen.

Wenn wir schon bei dem Thema sind. Was war dein schlimmstes Erlebnis in Zusammenhang mit dem Sport?
In den letzten fünf Jahren war ich immer für ein paar Monate in Amerika um zu trainieren. Einmal musste ich dort miterleben, dass eine Freundin nach einem Sturz querschnittgelähmt war. Das hat mir lange zu schaffen gemacht. Bezüglich persönlichen Erfahrungen war es sicherlich mein letzter Sturz und die Verletzung über die wir gerade gesprochen haben.

Widmen wir uns wieder den positiven Sachen. Was war das Beeindruckendste dass du dank dem Sport erleben durftest?
Mein Kindertraum war ja eigentlich Profi Skateboarder zu werden. In den ersten Jahren auf dem Bike dachte ich nie, ich könnte Profi werden. Dass mein Kindheitstraum wahr geworden ist, realisierte ich langsam als es dann mit den Eventeinladungen nach Portugal, Russland oder Tschechien losging und die Reisen auch von den Organisatoren bezahlt wurden. Mein Traum ging zwar in einer anderen Sportart in Erfüllung, aber er tat es.

Ebenfalls ein grosser Moment war die Sommer Challenge auf SRF. Es war ein riesen Projekt mit grosser medialer Aufmerksamkeit. Ich hätte von mir selbst nie gedacht, so etwas auf die Beine stellen zu können. Ein organisatorisches Meisterwerk – von mir! Darauf bin ich extrem stolz.

Wie kam es zu diesem Projekt?
Die Flying Metal Crew hat mich gefragt ob ich Interesse daran hätte. Sie wollten ursprünglich, dass ich einen Double Backflip mache. Von dem Trick war ich aber nie ein grosser Fan. Um dem Publikum etwas zu bieten musste etwas Akrobatisches her. Ein Trick bei dem man einen Coach hinzuziehen und eine Spannung aufbauen kann. Schlussendlich haben wir uns auf den Cork 720 geeinigt.

Was bedeutet der Cork 720 für dich?
Ich fand immer er sieht cool aus und habe ihn auch eine Weile selbst gerne gemacht. Inzwischen finde ich ihn extrem überbewertet, fast schon ein bisschen langweilig. Ich mache lieber technisch anspruchsvolle Tricks als akrobatische, beispielsweise Tailwhip Rotationen oder Frontflip Barspins.

Worauf bist du in deiner Karriere am meisten stolz?
Zwei Sachen. 2015 ans Swatch Rocket Air eingeladen zu werden. Das war lange ein grosses Ziel von mir und ich habe lange darauf hingearbeitet. An den Wochenenden bin ich immer in die Westschweiz gefahren um dort auf einem kleinen Stepdown Tricks zu lernen. Ich habe sehr viel investiert um mitfahren zu können. Meine beiden ersten Quali Runs am Event waren perfekt. Zu realisieren, dass ich nun auf dem Level der Fahrer bin, die ich früher immer bewundert habe, war ein grosser Moment für mich. Das zweite worauf ich stolz bin ist natürlich die Sommer Challenge.

Wer ist dein Vorbild?
Verschiedenste Fahrer. Ein riesen Vorbild und eine Person vor der ich extremen Respekt habe ist mein Freund Ramon Hunziker. Dass er sich über so viele Jahre auf diesem Niveau halten kann und die grössten Stepdowns so mühelos fahren kann finde ich beeindruckend. Ich habe jedes Mal mit Blockaden zu kämpfen bevor es losgeht. Ein weiteres Vorbild ist Aaron Chase. Sein Fahrstil ist einzigartig und sehr kreativ. Bei ihm staunen die Leute auch nach 20 Jahren auf dem Bike noch jedes Mal. Eine grosse Motivation überhaupt zum Sport zu kommen war für mich Cam McCall’s Part in dem Bikefilm Seasons. Ihn so krass und aufgestellt fahren zu sehen hat mich geprägt.

Wer ist deine grösste Unterstützung und weshalb?
Wenn wir von Sponsoren reden ganz klar TSG. Von ihnen bekomme ich seit rund fünf Jahren unglaublichen Support. Dann sicherlich Biroma, die mir einen Kickstart ermöglicht haben. Dort habe ich übrigens auch meine Lehre als Velomechaniker gemacht. Ja die beiden, Ruedi Herger von TSG und Greg Kowner von Biroma, waren definitiv die grössten Unterstützer in den letzten Jahren.

Wie war die Unterstützung deiner Familie?
Als ich Profi Mountainbiker werden wollte, haben sie mich wohl nicht so ganz ernst genommen. Ich bin nicht gerade der disziplinierteste Mensch und das wussten sie natürlich. Als sie dann aber sahen, wie viel Effort und Zeit ich dem Ganzen widmete und sich dies langsam auszahlte, haben sie mich auch unterstützt. Besonders mental waren sie eine grosse Stütze für mich, allen voran meine Mutter. Finanzieren musste ich aber immer alles selbst.

Was sagst du zur Bike Szene in der Schweiz?
Massiv! Sie war immer schon gut, aber bei uns war das noch ganz anders. Wir hatten früher keine Autos oder Eltern die uns zu Spots fuhren. Wir mussten früh aufstehen, in den Zug springen und dann irgendwo den ganzen Tag schaufeln. Heute gibt’s diese ganzen Parks und Foampits. Wir mussten die Tricks damals direkt auf Dreck stehen. Da musste man dann halt mal Wunden Nähen lassen. Ich bin aber ehrlich gesagt froh, war das bei mir so. Ängste überwinden gehört für mich zum Sport dazu. Ich bin dankbar, dass damals sehr früh gelernt zu haben.

Was bedeutet das für die Nachwuchsfahrer heute?
Für sie ist das genial. Der Sport wird immer professioneller und offizieller, was für viele Fahrer mehr Chancen bietet. Es wird künftig einfacher sein, Profi zu werden. Um ehrlich zu sein, hat sich der Sport anders entwickelt als ich erwartet habe. Für mich ist das inzwischen mehr Akrobatik und nicht mehr Mountainbike. Aber das ist Ansichtssache.

Bist du zufrieden mit dem Support den die Szene in der Schweiz erhält?
Ja auf jeden Fall. Vor allem für die jungen Fahrer sind all diese neuen Trainingsmöglichkeiten eine riesen Chance. Sie haben Pumptracks, den Jumppark beim Sihlcity, den Skills Park den Park in Rüti usw. Und das alles können sie bei Bedarf am gleichen Tag fahren. Das ist wundervoll.

Also fehlt kein Support? Beispielsweise von der Stadt oder von Vereinen?
Die Vereine haben schon sehr viel Geld in unseren Sport investiert. Sollten sie noch mehr investieren wollen, würde ich natürlich nicht nein sagen. Mehr verlangen können wir aber auch nicht, da schon viel geleistet wurde. Das überhaupt an eine Randgruppe wie uns gedacht wird und mitten in der Stadt eine solche Infrastruktur gebaut wird ist grossartig. Was meiner Meinung nach fehlt, ist der Support für die Downhiller. Es gibt in der Umgebung viele Orte mit Trail Potenzial. Das sollte man ausnützen und die Trails auch von professionellen Firmen bauen lassen. Ich denke da zum Beispiel an einen Noel Niederberger, der hier in der Nähe wohnt. Müsste er nicht immer so weit reisen um einen Trail zu fahren, hätte er mehr Zeit zum Trainieren.

Machst du selbst denn etwas um den Sport aktiv zu unterstützen?
Normalerweise bin ich im Jumppark in Zürich sehr aktiv. Mit Dominik Bosshard zusammen habe ich einen Contest dort organisiert und auch sonst die Jungen motiviert zum Park zu kommen. Durch meine Verletzung hat das aber extrem abgenommen. Die Jungs zeigen aber inzwischen von sich aus mehr Interesse und organisieren sich selbst. Sie sind auch bereit, den Park selbst in Stand zu halten und zu schaufeln. Ansonsten mache ich aktiv nicht all zu viel. In den USA habe ich immer wieder Nachwuchsathleten gecoacht. Selbstverständlich bin ich auch hier immer offen jemandem bei einem Trick zu helfen. Ich glaube, ich war einer der ersten Schweizer, der „Übertricks“ mit Flipwhips, Frontflips, dreier Double Tailwhips und so weiter gemacht hat. Dadurch konnte ich zeigen, dass man nicht unbedingt in Kanada leben muss, um diese Tricks zu lernen. Die Szene wäre auch ohne mich dahin gekommen, wo sie jetzt ist. Trotzdem glaube ich, ich konnte so eine Inspiration und Motivation sein.

Gibt es deiner Meinung nach einen Nachwuchssportler in der Schweiz mit dem Potenzial ganz nach vorne zu kommen?
Das ist klar oder? (lacht) Ich hab Lucas Huppert kennengelernt, als er ungefähr 12 Jahre alt war. Er war für mich immer wie ein kleiner Bruder. Ich habe ihn immer mit an die Contests genommen, war mit ihm trainieren und hab ihm seine ersten Tailwhips beigebracht. Natürlich hoffe ich, ihn mal bei den ganz Grossen zu sehen. Ich denke er hat durchaus das Potenzial dazu, vorausgesetzt, er reisst sich zusammen. Und genau das macht er gerade. Ich bin richtig stolz auf ihn. Er braucht aber auch den richtigen Support von Sponsoren. Dass er ihn von TSG bekommt und auch weiterhin bekommen wird weiss ich. Genau den braucht er jetzt auch von anderen Sponsoren, die ihn hoffentlich nicht ausnutzen. Wir haben aber auch noch andere grossartige Nachwuchstalente wie unseren Styleprofessor Jan Hagemann oder Lukas Weilenmann. Es gibt viele talentierte Fahrer mit Potenzial in der Schweiz. Ich hoffe sie kommen alle mit möglichst wenigen Verletzungen durch, erhalten guten Support von Brands und verkaufen sich nicht unter ihrem Wert.

Kommen wir wieder zu dir. Wie sieht eigentlich ein durchschnittlicher Tag in deinem Leben aus?
Kann ich nicht sagen, weil das extrem unterschiedlich ist. Jetzt bin ich zum Beispiel in Wohlen als Stromer angestellt. Im letzten Jahr bin ich viel gereist, bin Contests und Shows gefahren, habe trainiert oder gecoacht, unteranderem in Amerika. Neu habe ich ein Angebot erhalten um als Speaker bei der Ride Further Tour dabei zu sein. Das kam für mich aus dem Nichts. Vor ein paar Wochen bin ich für jemanden eingesprungen und jetzt soll ich einen Grossteil der Tour mitmachen. Das wird sicherlich interessant. Meine Tage sind also extrem unterschiedlich. Das ist aber auch gut so. Ich bin nicht der Typ für einen 9 to 5 Job.

Ziehst du denn eine Karriere als Speaker in Betracht?
Das ging mir schon immer durch den Kopf. Ich wusste aber nie ob ich es auch kann und wollte mich dabei nicht blöd anstellen. Ich fände es aber einen coolen Job. Man reist viel, ist in der Szene immer noch voll dabei und wird bezahlt um zu reden. Wenn ich durch die Ride Further Tour also reinrutsche, kann ich es mir durchaus vorstellen. Sind die Leute zufrieden und wollen wirklich meine Stimme hören, werde ich es weiterhin machen. Wer weiss, vielleicht folgen sogar Aufträge als Speaker fürs Rocket Air oder die Bike Days.

Wir haben also bald die Schweizer Ausgabe von Torsten Pullich vor uns. Wem hörst du denn zurzeit am liebsten zu?
Meine beiden allerliebsten Speaker an Events sind ganz klar Torsten Pullich und Henry Jackson. Henry kann dich voll vom Druck ablenken mit seinen witzigen Sprüchen und Torsten ist der Hypemaster. Dank ihm machst du dir viel weniger Gedanken über alles, er bringt das Publikum zum Kochen und stellt dich auch persönlich auf. Du merkst bei ihm sehr gut, dass es ihm auch persönlich eine Freude ist. Er fiebert mit jedem Fahrer mit und gibt dir dein erstes Highfive nach dem Run.

Zurück zum Mountainbike. Wie viele Stunden pro Wochen trainierst du und wie?
In den ersten Jahren war es für mich nie Training. Es war immer Fahren und Spass haben. Ich war jeden Tag nach der Arbeit auf meinem Bike und bin am Wochenende früh aus dem Bett um zu fahren. Als es dann Richtung Profi ging, habe ich gelernt wie und wie oft ich Tricks lernen muss um Sicherheit zu bekommen. Irgendwann, hatte ich eine Rückenverletzung und musste auch ins Fitnesscenter, das ist aber eher ein Muss als eine Freude gewesen. Ich hätte sicherlich mehr machen können und vielleicht auch sollen. Durch die aktuelle Verletzung bin ich auch wieder viel im Fitnesscenter, das ist aber einfach nicht das gleiche wie ein paar Stunden auf dem Bike. Nach der Sommer Challenge war ich sehr seriös. Ich war ein paar Monate in Amerika am Trainieren und hier in der Schweiz viel im Skills Park. Das hiess fünf Tage die Woche nach der Arbeit Tricks repetieren bis sie sitzen. Ich habe auch mit Sprinten und Schwimmen angefangen. Das extreme Pensum hat mir aber leider die Freude am Sport genommen. Ich war nur noch müde und hatte keine Motivation mehr. Die kam aber zum Glück zurück, als ich mein Trainingspensum etwas runtergeschraubt habe und den Spass wieder in den Vordergrund gerückt ist.

Ist ein Platz an der Weltspitze deiner Meinung nach noch möglich nur mit dem Fahren oder gehört ein Fitnesscenter künftig einfach dazu?
Das ist schwierig zu sagen. Wenn du wie Nicholi Rogatkin praktisch auf dem Bike geboren wurdest, dann brauchst du vermutlich nichts Zusätzliches. Ansonsten wird man in den nächsten Jahren nicht drum rum kommen auch anderen Sport zu machen. Mit den höheren Sprüngen und den krasseren Tricks steigt auch die Verletzungsgefahr stetig, da ist ein guter Muskelaufbau ein Muss. Bei jedem anderen Spitzensport ist das aber nichts Neues, also wird sich das auch bei uns früher oder später etablieren.

Begeistern dich auch andere Sportarten?
Ich Snowboarde für mein Leben gerne. So angefressen wie vom Biken war ich bisher aber von nichts. Ich hoffe da kommt nochmal was Vergleichbares.

Hast du ein persönliches Ziel, das du noch erreichen möchtest?
So lange wie möglich positives Feedback auf das bekommen, was ich tue. Ansonsten wünsche ich mir, eine Karriere zu finden, die mich genauso umhaut, wie es das Mountainbiken getan hat.

Wo siehst du dich denn in 5 bis 10 Jahren?
Sicherlich noch auf einem Bike. Immer noch Videoprojekte umsetzen und weiterhin viel reisen. Weiter weiss ich noch nicht. Aktuell setze ich mich aber intensiv damit auseinander, wo mein Weg hinführen wird. Ich bin auch bei der Berufsberatung um herauszufinden, was mir Spass macht.

Also eine Karriere als Velomechaniker, was du ursprünglich gelernt hast, kommt nicht in Frage?
Nein auf keinen Fall. Ich habe schon früh erkannt, das dass nicht meins ist.
Von Jobs im sozialen Bereichen war ich immer angefressen, beispielsweise Sozialpädagoge in einem Heim. Ob das eine Möglichkeit ist, prüfe ich aktuell. Das setzt aber voraus, dass ich den Traum vom Mountainbiken verabschiede, was mir nicht leichtfällt.

Irgendwelche abschliessenden Worte?
Danke für die Einladung! Es hat mich sehr gefreut mit euch zu sprechen.

Einen herzlichen Dank an unseren Swiss Chris für die Zeit und die ehrlichen Worte. Wir wünschen dir weiterhin eine gute Genesung und freuen uns, dich wieder an einem Contest zu sehen!

 

 

Steckbrief
Name: Chris Räber
Alter: 27 Jahre
Herkunft: Chicago, USA
Wohnort: Bremgarten, AG
Beruf: Pro MTB Fahrer
Sponsoren: Gin Rims, TSG, GummiLove, Biroma, und Flying Metal Crew, Züritrails

Mehr Informationen zu Chris auf Facebook oder Instagram

Von | 2018-04-18T17:59:39+00:00 April 18th, 2018|Dirt Jump, Interview|0 Kommentare

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