Team Kang & Kodos (USA/Kanada) gewinnt das Teambattle am Freitag und Matt Jones (GBR) holt sich den Sieg beim Slopestyle Final am Samstag. 

Bereits zum neunten Mal fand das Swatch Rocket Air am letzten Wochenende in der Eishalle in Thun statt. Zwei Tage Spass und Staunen für die rund 10’000 BesucherDer Weg in die Eishalle führte durch eine Schleuse. Vor der Schleuse, das Jahr 2018, dahinter das Jahr 3000. Die Zukunft sieht gemäss den Veranstaltern eher düster und karg aus. Farbe sucht man vergebens, Schwarz und Blau sind die dominanten Farben der ZukunftDiese wird vorwiegend von Robotern beherrscht. Die einzigen Menschen vor Ort, die Stimmungsmacher in der Mitte der Halle, sind direkt aus dem letzten Mad Max Film nach Thun geflüchtet. Für Farbe und etwas Optimismus in der Zukunft sollen natürlich die Slopestyler sorgen.  

Freitag, 27. April 2018

Bereits ab 15:00 Uhr standen die Tore zur Eishalle offen und das Wetter war grossartig; sonnig und warm. Die Besucher konnten sich in aller Ruhe die zahlreichen Stände der Aussteller vor der Halle ansehen oder in der Familyzone selbst aktiv werden. Egal ob Pumptrack, Laufrad oder Live Painting, die Familien tobten sich mit Vergnügen bei den verschiedenen Aktivitäten hinter und vor der Halle aus, bevor es mit der Vorqualifikation der Slopestyler losging.  

Für die internationalen Superstars der Szene wurde es nach dem Training am Vormittag dann um 16:00 Uhr mit der Vorqualifikation ernst. 10 von 25 Fahrern konnten sich einen Platz für die Qualifikation und somit hoffentlich auch fürs Finale am nächsten Tag ergattern.  

Von den sechs Schweizern konnte sich Lucas Huppert mit seinem Run durchsetzen. Damit landete er beim ersten Durchgang noch auf Platz eins, schloss die Prequali dann aber auf dem zweiten Platz ab, direkt hinter dem Schweden Viktor Douhan. Für Lukas Studer, Cédric Hubacher, Jan Hagemann, Levi Strauss und Dominik Widmer reichte es leider nicht unter die Top 10 der Prequali.  

Das ist aber keinesfalls eine Schande. Das Niveau war brutal hoch. Tricks, die einem früher den Sieg im Finale sicherten (Bsp. Cashroll), wurden am Freitag bereits in der Prequali eingesetzt. Zuschauer und Moderatoren waren sprachlos.  

Pech hatte vor allem Lukas Schäfer. Bei seinem zweiten Run Platze ihm der Hinterreifen, die Prequali war somit für ihn gelaufen. Auch Pavel Alekhin wurde nicht mit Glück überschüttet, er verletzte sich im Training am Handgelenk und musste sich vom Contest abmelden. 

Mountainbike Newcomer und BMX Legende Dawid Godziek (POL) zeigte zwei solide Runs. Auf die Frage von Torsten Pullich, wie es denn sei auf ein Mountainbike umzusteigen meinte er nur: „Well, it’s a bike“, es sei also nur ein anderes Bike. Dass er es beherrscht, konnte er auf jeden Fall unter Beweis stellen. Der Kanadier Griffin Paulson hat sich zu Hause einen eigenen Slopestyle Kurs zum Trainieren gebaut. Geholfen hat’s ihm zumindest am Rocket Air nichts, er kam leider nicht weiter.  

Einen Platz für die Qualifikation am Samstag haben sich folgende Herren ergattert:

1. Viktor Douhan, SWE
2. Lucas Huppert, SUI
3. Elof Lind, SWE
4. Elie Robert, FRA
5. Loek Quaedflieg, NLD
6. Dawid Godziek, POL
7. Tom Cardy, GBR
8. Simon Karrer, CAN
9. Bernd Winkler, AUT
10.Freddy Pulman, GBR

Highlight des Tages blieb wie in den Vorjahren das Teambattle. Pünktlich um 20:30 Uhr standen 45 Fahrer, aufgeteilt in 6 Teams, bereit für die grosse Show des Abends. 

Das Motto „3000“, schien die internationalen Rider ein wenig zu überfordern. Ausgefallene Kostümierungen gab es von ihnen jedenfalls nicht. Dafür glänzten sie mit viel nackter Haut, bei den Briten wurden nicht nur die Shirts ausgezogen, sondern auch die Hosen runtergelassen. Die Schweizer Fahrer rund um die Flying Metal Crew gab sich da schon mehr Mühe. Weisse Ganzkörperanzüge und Strohhalme in den Helmen gehörten zu ihrer futuristischen Verkleidung.